

Kunst für innere Ruhe
Kunst für innere Ruhe, was meine ich damit? Es gibt Orte, die die Zeit vergessen lassen. Orte, an denen das Wasser so ruhig liegt, dass man nicht mehr sicher ist, ob man auf einen See schaut oder in den eigenen Atem hineinhorcht. Genau solche Momente sind es, die Morgenlicht festhält und dir in Erinnerung rufen soll.
Die Bildsprache ist bewusst reduziert. Keine dramatischen Gesten, keine lauten Farben. Stattdessen: Pudertöne, die an zartes Licht auf Wasser erinnern, an Nebel, der sich langsam hebt, an Haut, die die Morgensonne spürt. Rosa, Beige, ein gebrochenes Weiß, ein zartes Graublau – Farben, die nicht behaupten, sondern flüstern. Die Übergänge zwischen ihnen sind fließend, kaum merklich, wie der Übergang vom Schlafen zum Wachen.
Das Werk entstand in meiner Upcycling-Technik: aufgebaut auf Altpapier, Schicht für Schicht, von Hand, ohne Hast, denn nicht nur das Endergebnis soll für innere Ruhe sorgen.
Die charakteristische geschichtete Oberflächenstruktur verleiht dem Bild eine lebendige Tiefe, die je nach Lichteinfall neue Nuancen freigibt. Ein Bild, das sich verändert – so wie ein stiller Morgen am See sich von Minute zu Minute verwandelt.
Morgenlicht, ein Moment für mich ist eine tägliche Erinnerung daran, dass es keinen richtigen oder falschen Rhythmus gibt. Nur deinen und dass manchmal ein einziger stiller Blick auf ruhiges Wasser genügt, um sich dies ins Bewusstsein zu rufen.


